Sie stehen vor der Entscheidung, ein interaktives Whiteboard für Ihr Unternehmen oder Ihre Bildungseinrichtung anzuschaffen? Die Auswahl ist größer denn je – und die Unterschiede zwischen den Herstellern gehen weit über den Preis hinaus. Manche Smartboards setzen auf tiefe Software-Integration in bestehende Ökosysteme, andere auf All-in-One-Funktionalität mit integrierter Videokonferenz. Besonders für hybride Meetingräume und digitale Klassenzimmer ist die Wahl des richtigen Systems entscheidend für Akzeptanz und Nutzung im Alltag.
Dieser Vergleich richtet sich primär an IT-Leiter, Einkaufsentscheider, Office Manager und Medienpädagogen, die den Überblick behalten müssen. Wir beleuchten sieben aktuelle Smartboards – von etablierten Marken wie SMART und Promethean bis hin zu modernen Alternativen wie dem NearHub S Max. Ziel ist eine fundierte Kaufentscheidung, nicht der höchste Datenblattwert.
Wichtige Punkte
- Wählen Sie das richtige Smartboard basierend auf Ihren spezifischen Bedürfnissen wie Hybridarbeit, Bildung oder kreativen Workshops.
- Smartboards wie NearHub S Max und Promethean ActivPanel bieten ideale Lösungen für Unternehmen und Bildungseinrichtungen.
- Achten Sie auf eine gute Integration in Ihre bestehende Infrastruktur und Software (Teams, Zoom, Google Meet).
- Die Anschaffungskosten sollten in Relation zur Lebensdauer und Benutzerakzeptanz stehen.
Worauf wir bei der Bewertung geachtet haben

Unsere Auswahl berücksichtigt fünf Dimensionen, die in der Praxis über Erfolg oder Scheitern einer Investition entscheiden:
- Collaboration-Fähigkeit: Wie intuitiv lassen sich Inhalte gemeinsam bearbeiten? Unterstützt das System Multi-Touch, digitale Stifte und gleichzeitiges Arbeiten aus dem Homeoffice?
- Videokonferenz-Integration: Ist das Smartboard ein reiner Display oder arbeitet Kamera, Mikrofon und Software bereits nahtlos zusammen?
- Software-Ökosystem: Passt das Board zu bestehenden Tools (Microsoft Teams, Zoom, Google Workspace) oder entstehen neue Silos?
- Bedienkonzept: Startet das System in Sekunden oder erfordert es IT-Support vor jedem Meeting?
- Preis-Leistung: Wo steht das Gerät im Verhältnis von Anschaffungskosten zu Lebensdauer und Nutzungsgrad?
Wer ein Smartboard kaufen möchte, sollte nicht nur den Smartboard Preis vergleichen, sondern diese gesamte Nutzungskette betrachten. Ein günstigerer Anschaffungspreis kann bei schlechter Akzeptanz schnell zum teuren Fehlgriff werden.
Die 7 besten interaktiven Whiteboards 2026 im Überblick
| Modell | Bestens geeignet für | Bildschirmgröße | Videokonferenz | Preissegment |
|---|---|---|---|---|
| NearHub S Max | Hybride Teams, All-in-One-Bedarf | 55", 65", 75", 86" | Integriert (Kamera, Mikrofon, Lautsprecher) | Mittleres bis gehobenes |
| SMART Board MX-V4 | Bildungseinrichtungen, Klassenzimmer | 65", 75", 86" | Optional (via externe UC-Hardware) | Mittleres |
| Promethean ActivPanel 10 | Schulleitungen, pädagogischer Einsatz | 65", 75", 86" | Optional | Mittleres |
| Samsung Flip Pro (WMB-Serie) | Kreativ-Workshops, Design-Teams | 55", 65", 75", 85" | Extern erforderlich | Mittleres bis gehobenes |
| Microsoft Surface Hub 3 | Microsoft-365-Umgebungen, Executive Rooms | 50", 85" | Integriert (Surface Hub-Kamera) | Premium |
| DTEN D7X | Zoom Rooms, schnelle Standardeinrichtung | 55" | Integriert (Zoom-zertifiziert) | Mittleres bis gehobenes |
| BenQ Board Pro RP-Serie | Budgetbewusste Bildungseinrichtungen | 65", 75", 86" | Optional | Einstiegs- bis mittleres |
Diese Tabelle gibt eine erste Orientierung. Die Details zeigen, warum ein bestimmtes Smartboard für Ihr Szenario passen könnte – oder eben nicht.
1. NearHub S Max – Das Smartboard für hybride Zusammenarbeit
Das NearHub S Max positioniert sich als All-in-One-Lösung für Organisationen, die nicht erst umständlich Kamera, Mikrofon und Display zusammenstellen möchten. Das System integriert 4K-Display, Multi-Touch-Eingabe, weitwinklige Kamera, Beamforming-Mikrofone und raumfüllende Lautsprecher in einem einzigen Gerät – eine Konfiguration, die bei vielen klassischen Smartboards erst durch Zubehör entsteht.

Stärken:
- Sofort einsatzbereit ohne externe UC-Hardware
- Integriertes Videokonferenz-System mit automatischer Sprecher-Tracking-Kamera
- Multi-Plattform-Support: Zoom, Teams, Google Meet nativ nutzbar
- Wireless Screen-Sharing von Laptops, Tablets und Smartphones ohne Dongle-Wirrwarr
- Digitales Whiteboarding mit unbegrenztem Canvas, Annotation über Video und lokal
Wo es spannend wird: Der entscheidende Vorteil liegt in der Reduktion. Für Office Manager und IT-Teams bedeutet dies weniger Kabel, weniger Kompatibilitätsfragen und einen Raum, der in unter einer Minute meetingbereit ist. Besonders in kleineren bis mittleren Meetingräumen, die für hybride Sitzungen umgerüstet werden, vermeidet das NearHub S Max die typische Falle teilintegrierter Lösungen.
Für wen ideal: Teams, die von klassischen Beamer- oder Fernseh-Setups umsteigen und ein echtes interaktives Whiteboard mit integriertem Videokonferenz-System bewerten möchten. Ebenso für Unternehmen, die Standardisierung über mehrere Standorte anstreben – ein identisches Bedienkonzept reduziert Schulungsaufwand erheblich.
Weitere Details und technische Spezifikationen finden Sie auf der Produktseite des NearHub S Max.
2. SMART Board MX-V4 – Das erprobte Klassenzimmer-Smartboard
SMART Technologies gilt als Pionier der interaktiven Whiteboards und dominiert nach wie vor viele Bildungsmärkte. Die MX-V4-Serie richtet sich an Einrichtungen, die Wert auf ein etabliertes Software-Ökosystem legen – insbesondere die Lumio-Lernplattform (früher SMART Learning Suite).
Stärken:
- Reife Ecosystem-Integration mit tausenden vorbereiteten Lektionen
- Silktouch-Technologie mit guter Stift- und Fingerunterscheidung
- Lange Lebensdauer und etablierter Servicekanal in Deutschland
- Solide Multi-User-Erkennung für Gruppenarbeit in Klassenzimmern
Abwägungen: Die native Videokonferenz-Integration fehlt – für hybride Lehre benötigen Sie zusätzliche Hardware. Auch im reinen Unternehmenskontext fühlt sich das SMART Board eher wie ein leistungsfähiges Lehrmedium als wie ein Collaboration-Hub für agile Teams an.
Für wen ideal: Schulleitungen und Medienpädagogen, die auf bewährte Bildungssoftware setzen und primär Präsenzunterricht digital unterstützen möchten.
3. Promethean ActivPanel 10 – Solide pädagogische Alternative
Als klassischer Konkurrent im Bildungssektor bietet Promethean mit dem ActivPanel 10 eine robuste Alternative zum SMART Board. Die Stärke liegt im ActivInspire-Software-Ökosystem und der hohen Gerätestabilität im Dauereinsatz.
Stärken:
- Ausgereifte Whiteboard-Software mit umfangreichen Bildungsressourcen
- Sehr gute Helligkeit und Lesbarkeit auch bei Tageslichteinfall
- Guter Zubehör-Support (Stifte, Ständer, Wechselakkus)
Abwägungen: Die Benutzeroberfläche ist funktional, aber nicht so nah an modernen Consumer-Standards wie neuere Konkurrenten. Für Unternehmens-Meetings fehlen oft die nötigen App-Integrationen. Wer gezielt nach einem Smartboard Promethean sucht, sollte prüfen, ob der Fokus auf Bildung oder hybride Collaboration liegt.
Für wen ideal: Bildungseinrichtungen mit bestehenden Promethean-Investitionen, die Konsistenz über Schuljahre hinweg bevorzugen.
4. Samsung Flip Pro – Eleganz für Workshop-Räume
Das Samsung Flip Pro verbindet stylisches Design mit intuitiver Nutzung. Anders als viele klassische Smartboards wirkt es eher wie ein überdimensionales Tablet – eine bewusste Designentscheidung, die Akzeptanzbarrieren in kreativen Teams senkt.
Stärken:
- Sehr ansprechendes, minimalistisches Design
- Nutzerfreundliche Touch-Oberfläche mit geringem Einarbeitungsaufwand
- Flexible Montage (Wand, mobil auf Rollwagen)
- Guter Stift-Eingabebereich mit verschiedenen Farben und Strichstärken
Abwägungen: Samsung setzt weniger auf ein geschlossenes Software-Ökosystem als auf Offenheit – das ist Freiheit, aber auch Verantwortung. Videokonferenzen erfordern separate Hardware. Der Smartboard Preis liegt im oberen Mittelfeld, was das Investitionskalkül für größere Rollouts beeinflusst.
Für wen ideal: Agenturen, Design-Studios und Innovation Labs, die ein Smartboard als kreativen Arbeitsplatz nutzen, nicht als Lehrmedium.
5. Microsoft Surface Hub 3 – Der Premium-Player für Teams-Ökosysteme
Der Surface Hub 3 ist das flaggschiffartige Smartboard für Unternehmen, die tief in Microsoft 365 investiert haben. Das 85-Zoll-Modell dominiert physikalisch jeden Raum, das 50-Zoll-Modell ist als mobile Hub-Lösung konzipiert.
Stärken:
- Tiefe Microsoft Teams-Integration; fühlt sich an wie natürliche Erweiterung der Cloud
- Windows-basiertes Betriebssystem ermöglicht volle App-Kompatibilität
- Hochwertiges Display mit exzellenter Farbwiedergabe
- Sicherheits- und Management-Features für Enterprise-IT
Abwägungen: Der Surface Hub 3 ist in Anschaffung und Betrieb deutlich teurer als die meisten Alternativen. Das macht ihn für viele Bildungseinrichtungen und mittelständische Unternehmen unwirtschaftlich. Auch die Abhängigkeit vom Microsoft-Ökosystem kann ein Faktor sein, wenn in der Organisation andere Tools verbreitet sind.
Für wen ideal: Große Unternehmen mit standardisiertem Microsoft-365-Stack und dediziertem Budget für Executive-Besprechungsräume.
6. DTEN D7X – Spezialist für Zoom Rooms
DTEN hat sich als einer der führenden Hardware-Partner für Zoom etabliert. Der D7X ist ein interaktives Whiteboard mit Videokonferenz-Fokus, vergleichbar in der Anschlagrichtung mit dem NearHub S Max, aber stärker auf Zoom als Plattform optimiert.
Stärken:
- Zoom-zertifizierte All-in-One-Hardware
- Gute Audioqualität durch dedizierte Audio-Engine
- Touch-Whiteboarding direkt in Zoom-Meetings integriert
Abwägungen: Wer Teams oder Google Meet bevorzugt, findet bessere Optionen. Die Hardware ist leistungsfähig, aber weniger flexibel als plattformagnostische Alternativen.
Für wen ideal: Unternehmen mit standardisierten Zoom Rooms, die eine schnelle, zertifizierte Besprechungsraumausstattung suchen.
7. BenQ Board Pro RP-Serie – Das einsteigerfreundliche Smartboard
Die RP-Serie von BenQ richtet sich an Preisbewusste, die dennoch kein minimalistisches Feature-Set akzeptieren möchten. Mit Unterstützung für Cloud-Whiteboarding, Split-Screen-Funktionen und germany-spezifischem Datenschutz-Modus (DMS) ist es eine pragmatische Wahl.
Stärken:
- Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis im Einstiegssegment
- Integrierter Datenschutz-Modus für deutsche Bildungseinrichtungen
- Gute Eye-Care-Technologie für längere Nutzung in Klassenzimmern
Abwägungen: Die Software-Oberfläche ist funktional, aber nicht so poliert wie bei Premium-Herstellern. Für komplexe hybride Workflows fehlen manchmal die feinen Integrationspunkte.
Für wen ideal: Schulen und kleinere Unternehmen mit begrenztem Budget, die dennoch ein vollwertiges interaktives Whiteboard benötigen.
Smartboard-Features im Detailvergleich

| Kriterium | NearHub S Max | SMART MX-V4 | Promethean 10 | Samsung Flip Pro | Surface Hub 3 | DTEN D7X | BenQ RP |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Integrierte Videokonferenz | Ja | Nein | Nein | Nein | Ja | Ja | Nein |
| Multi-Touch-Punkte | 20+ | 20 | 20 | 20 | 10 | 10 | 20 |
| Wireless Sharing | Nativ | SMART Mirror/Share | Screen Share | SmartView+ | Miracast/Cast | AirPlay/Miracast | InstaShare |
| Betriebssystem | Android + Overlay | Android/iQ | Android | Tizen | Windows Core OS | Android | Android |
| Stift-Eingabe | Aktiv + Passiv | Silktouch-Aktiv | Aktiv | Passiv | Aktiv (Surface Pen) | Passiv | Passiv |
| Cloud-Whiteboard | NearHub Cloud | Lumio | ActivInspire | Samsung Notes | Whiteboard | Zoom Whiteboard | EZWrite |
Diese Tabelle verdeutlicht, wo die Unterschiede liegen: Während NearHub, Surface Hub und DTEN den gesamten Besprechungsraum in einem Gerät vereinen, konzentrieren sich SMART, Promethean und BenQ auf die reine Display- und Whiteboard-Funktionalität. Samsung liegt dazwischen – flexibel, aber ohne native UC-Integration.
Für wen lohnt sich welches Smartboard?

Die richtige Wahl hängt maßgeblich von Ihrem Haupteinsatzzweck ab. Die folgenden Szenarien helfen bei der Einordnung.
Hybride Teams mit Fokus auf Videokonferenzen Wenn Ihre Meetings zu gleichen Teilen aus Präsenz- und Remote-Teilnehmern bestehen, ist ein All-in-One-System die konsequenteste Wahl. Das NearHub S Max vermeidet hier die typischen Reibungsverluste zwischen Display, externer Soundbar, Webcam und Konferenzsoftware. Ein Raum lässt sich in Minuten statt in Stunden einrichten – und jeder Mitarbeiter startet sofort produktiv, egal welches Video-Tool der Kunde oder Partner nutzt.
Bildungseinrichtungen mit pädagogischem Fokus Schulen und Universitäten, die didaktische Software und Jahresplanung im Zentrum haben, sind mit SMART oder Promethean traditionsbewusst gut aufgestellt. Die Stiftgenauigkeit, die Langlebigkeit und die etablierten Lehrergemeinschaften sind echte Pluspunkte. Allerdings sollte geprüft werden, ob hybride Lehrformate zukünftig eine Rolle spielen – dann empfiehlt sich die Ergänzung um externe UC-Hardware oder der Blick auf integrierte Alternativen.
Kreativ- und Workshop-Umgebungen Wenn Ihr Smartboard primär für Brainstorming, Mind-Mapping und agile Methoden genutzt wird, sind intuitive Bedienung und schneller Wechsel zwischen analogen und digitalen Inhalten wichtiger als tiefes Software-Ökosystem. Samsung Flip Pro und NearHub S Max punkten hier mit niedrigeren Einstiegshürden.
Enterprise-Umgebungen mit Microsoft-Fokus Organisationen, die bereits auf Azure Active Directory, Microsoft Teams und SharePoint standardisiert sind, finden im Surface Hub 3 die nahtloseste Integration. Die Investition lohnt sich dort, wo das Board ein zentraler Knotenpunkt für Besprechungen, Präsentationen und verteilte Teams ist – und das Budget diesen Premium-Ansatz trägt.
Budgetbewusste Einstieg Wenn der Smartboard Preis die primäre Entscheidungsgröße ist, bieten BenQ und teilweise SMART Einstiegsmodelle mit solider Basisfunktionalität. Achten Sie hier besonders auf die Lebensdauer des Displays und die Verfügbarkeit von Ersatzstiften – langfristige Folgekosten können den anfänglichen Preisvorteil relativieren.
Fazit: Die richtige Investition treffen
Der Smartboard-Markt 2026 bietet für nahezu jeden Anwendungsfall eine passende Lösung – die Kunst liegt in der ehrlichen Selbsteinschätzung. Wer primär hybride Collaboration betreibt, sollte All-in-One-Systeme wie das NearHub S Max oder den DTEN D7X in den Fokus rücken. Wer Bildung als Kerngeschäft hat, bleibt mit SMART oder Promethean auf vertrautem Terrain. Für Microsoft-getriebene Enterprise-Umgebungen bleibt der Surface Hub 3 Referenz, während kreative Teams den Samsung Flip Pro als inspirierenden Workshop-Hub schätzen.
Bevor Sie ein Smartboard kaufen, empfehlen wir drei konkrete Schritte: Testen Sie die Bedienung in einem Live-Szenario (nicht nur auf der Messe), prüfen Sie die Kompatibilität mit Ihrer bestehenden Konferenzinfrastruktur, und kalkulieren Sie fünf Jahre Betrieb ein – inklusive Software-Lizenzen, Support und potenziellem Zubehör. Der beste interaktive Whiteboard ist das, das im Alltag tatsächlich genutzt wird, nicht das mit den meisten Spezifikationen auf dem Datenblatt.
































































