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Nearity 360 Alien

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All-in-one Kamera für Gruppenmeetings
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Wichtige Punkte
Die Nearity 360 Alien nutzt 6 omnidirektionale Mikrofone; der Hersteller nennt für das Grundgerät eine Aufnahme-Reichweite von 5,5 m.
Mit bis zu 2 Erweiterungsmikrofonen lässt sich die spezifizierte Audioabdeckung der 360 Alien auf bis zu 16 m erweitern.
Bei kompakten Tischrunden mit zentraler Geräteposition kann das integrierte Audiosystem ausreichen; entscheidend ist der Test des entferntesten Sitzplatzes.
Bei langen Tischen oder einzelnen schwachen Bereichen ist eine Erweiterung oft sinnvoller, als die gesamte 360°-Videolösung zu ersetzen.
Ein separates Audiosystem wird vor allem dann relevant, wenn Mikrofone unabhängig von der Kameraposition verteilt werden müssen.
Konferenzkamera mit Mikrofon: Wann reicht das integrierte Mikrofon aus?
Eine Konferenzkamera mit Mikrofon kann einen Besprechungsraum deutlich vereinfachen: weniger Geräte, weniger Kabel und ein schnellerer Start in Microsoft Teams, Zoom, Google Meet oder Webex. Bei einer 360°-Konferenzkamera, die zentral auf dem Tisch steht, kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Bild und Ton können Teilnehmer aus mehreren Richtungen erfassen, ohne dass der gesamte Raum auf eine einzige Front ausgerichtet werden muss.
Für die Praxis ist deshalb nicht nur wichtig, ob eine Kamera Mikrofone integriert hat. Entscheidend ist, wann diese integrierte Audioabdeckung für den realen Raum ausreicht und wann eine Erweiterung sinnvoll wird. Genau hier liegt eine Stärke skalierbarer 360°-Systeme: Das Grundgerät kann für kompakte Tischrunden genügen, während längere Tische oder verteilte Sitzplätze gezielt mit zusätzlichen Mikrofonen ergänzt werden können.
Die Nearity 360 Alien ist für diesen Ansatz ein konkretes Beispiel. Sie kombiniert vier True-4K-Kameras für die 360°-Ansicht mit sechs omnidirektionalen MEMS-Mikrofonen und unterstützt bis zu zwei Erweiterungsmikrofone. Der Hersteller nennt für das integrierte Mikrofonarray eine Aufnahme-Reichweite von 5,5 m; mit Erweiterungsmikrofonen lässt sich die spezifizierte Audioabdeckung auf bis zu 16 m erweitern.
Die zentrale Frage dieses Artikels lautet deshalb nicht: „Hat die Kamera genug Mikrofone?“ Sondern: Reicht die Audioabdeckung der 360°-Konferenzkamera für jeden relevanten Sitzplatz in Ihrem tatsächlichen Raum?
Warum ist eine 360° Konferenzkamera mit Mikrofon besonders interessant?
Eine klassische Frontkamera oder Videobar steht häufig am Display. Für ein Meeting, bei dem alle Teilnehmer in eine Richtung schauen, kann das gut passen. Bei einer Diskussionsrunde rund um den Tisch verändert sich die Situation jedoch: Teilnehmer sitzen links, rechts und gegenüber, drehen sich zu Kollegen oder Unterlagen und sprechen nicht dauerhaft in Richtung Bildschirm.
Eine 360 Konferenzkamera wird dagegen typischerweise näher an der Gesprächsmitte positioniert. Dadurch kann sie mehrere Blick- und Sprechrichtungen aus einer zentralen Perspektive erfassen. Für die Audioseite ist diese Position ebenfalls relevant, weil die Abstände zwischen Mikrofon und einzelnen Teilnehmern häufig gleichmäßiger ausfallen als bei einem Gerät am Raumende.

Das macht eine solche Bauform besonders interessant für:
- hybride Diskussionsrunden,
- Besprechungen mit mehreren aktiven Sprechern,
- runde oder kompakte Konferenztische,
- Räume, in denen Teilnehmer nicht dauerhaft zum Display schauen,
- wechselnde Sitzpositionen und spontane Zusammenarbeit am Tisch.
Bei der Nearity 360 Alien arbeiten Bild und Audio genau in diesem Szenario zusammen: Vier Kameras erfassen den Raum in 360°, während sechs omnidirektionale Mikrofone Stimmen aus mehreren Richtungen aufnehmen. AI Speaker Tracking und Auto Framing betreffen die Bilddarstellung; für die Audioentscheidung bleibt jedoch entscheidend, ob die Mikrofone jeden Sitzplatz verständlich erfassen.
Wer zunächst grundsätzlich prüfen möchte, ob diese Bauform zum eigenen Meetingformat passt, findet im Beitrag 360° Konferenzkamera: Vorteile, Grenzen und wann sie sich lohnt eine breitere Einordnung.
Was leistet das integrierte Audiosystem einer 360° Konferenzkamera?
Eine moderne Konferenzkamera mit Mikrofon übernimmt mehr als die reine Aufnahme einer Stimme. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Mikrofonanordnung, Signalverarbeitung, Geräteposition und Raumakustik.
360°-Sprachaufnahme
Bei einer Tischrunde kommen Stimmen aus unterschiedlichen Richtungen. Ein omnidirektionales Mikrofonarray kann diese natürlichen Gesprächsrichtungen besser aufnehmen, ohne dass sich jeder Teilnehmer bewusst zum Gerät drehen muss.
Für die Nearity 360 Alien ist das besonders relevant, weil das Gerät in der Mitte des Gesprächsraums eingesetzt werden kann. Dadurch passt die Audioarchitektur zur gleichen räumlichen Logik wie die 360°-Videodarstellung.
Beamforming
Beamforming nutzt mehrere Mikrofonsignale, um Sprache aus relevanten Richtungen gezielter zu verarbeiten. Für den Nutzer ist weniger der Algorithmus wichtig als das Ergebnis: Stimmen sollen gegenüber Störgeräuschen klarer hervortreten.
Geräusch- und Echounterdrückung
Lüfter, Klimaanlagen, Tastaturen oder andere gleichförmige Störungen können die Verständlichkeit reduzieren. Geräuschunterdrückung versucht, solche Einflüsse zu mindern. Echounterdrückung verhindert wiederum, dass der Ton des Lautsprechers erneut vom Mikrofon aufgenommen und an die Gegenstelle zurückgesendet wird.
Die 360 Alien kombiniert ihr 6-Mikrofon-Array mit Beamforming, ProperClean 2.0, Echounterdrückung und Vollduplex-Audio. Trotzdem gilt auch hier: Sechs Mikrofone sind nicht automatisch in jedem Raum ausreichend. Entscheidend ist, wie sich das System unter den tatsächlichen Bedingungen verhält.
Wann reicht das integrierte Mikrofon einer Konferenzkamera aus?
Das integrierte Mikrofon einer Konferenzkamera mit Mikrofon reicht dann aus, wenn die reale Besprechung innerhalb der praktischen Audioabdeckung liegt. Raumgröße und Teilnehmerzahl helfen bei der Orientierung, sind aber keine universellen Grenzwerte.
Für eine 360°-Tischkamera ist vor allem relevant, wie weit die Teilnehmer tatsächlich vom Gerät entfernt sitzen und wie gleichmäßig sie um die Kamera verteilt sind.
Kleine Besprechungsräume: Grundgerät zuerst prüfen
Bei zwei bis vier Personen sind die Abstände meist kurz. Steht die 360°-Konferenzkamera zentral auf dem Tisch, sitzen die Teilnehmer häufig in einer kompakten Zone rund um das Gerät.
In einer solchen Situation ist das Grundgerät der sinnvollste Startpunkt. Ein zusätzliches Mikrofon bringt keinen Vorteil, wenn bereits jeder Sitzplatz bei normaler Sprechlautstärke klar übertragen wird.
Für die 360 Alien bedeutet das praktisch: Zuerst sollte nur das integrierte 6-Mikrofon-Array getestet werden. Sind auch leise sprechende Personen und seitlich gerichtete Beiträge für Remote-Teilnehmer verständlich, besteht kein Grund, das Setup unnötig zu erweitern.
Mittlere Besprechungsräume: Der entfernteste Platz entscheidet
Bei vier bis acht Personen kann das integrierte System weiterhin ausreichen. Hier wird jedoch die Sitzordnung wichtiger als die reine Teilnehmerzahl.
Sechs Personen an einem kompakten Tisch können akustisch einfacher abzudecken sein als vier Personen an einer sehr langen Tafel. Deshalb sollte der entfernteste und ungünstigste Sitzplatz zum wichtigsten Testpunkt werden.
Achten Sie darauf, ob:
- leise Sprecher am Rand noch natürlich klingen,
- die Lautstärke über verschiedene Sitzplätze stabil bleibt,
- Hintergrundgeräusche einzelne Stimmen stärker überdecken,
- Teilnehmer auch dann verständlich bleiben, wenn sie sich zu Kollegen oder Unterlagen drehen.
Wenn diese Punkte mit dem Grundgerät funktionieren, ist eine Erweiterung nicht notwendig.
Lange Konferenztische: Hier wird Skalierbarkeit wichtig
Lange Tische sind der typische Fall, in dem die Kamera visuell weiterhin gut zum Raum passen kann, während die Audioabdeckung an ihre praktische Grenze kommt.
Je weiter ein Sprecher vom zentralen Gerät entfernt sitzt, desto stärker können Raumhall und Nebengeräusche im Verhältnis zur direkten Stimme werden. Genau hier bietet ein erweiterbares System einen Vorteil: Statt die gesamte Konferenzkamera zu ersetzen, kann die Mikrofonposition näher an entfernte Sprecher gebracht werden.
Die Nearity 360 Alien unterstützt bis zu zwei Erweiterungsmikrofone. Dadurch entsteht eine klare Skalierungslogik:
Grundgerät → ein Erweiterungsmikrofon → zwei Erweiterungsmikrofone
Der Hersteller gibt für das integrierte Mikrofonarray eine Reichweite von 5,5 m an. Mit zwei Erweiterungsmikrofonen lässt sich die spezifizierte Audioabdeckung auf bis zu 16 m ausbauen. Diese Angaben sind eine Planungsgrundlage, ersetzen aber keinen Raumtest.
Welche Faktoren entscheiden, ob die integrierten Mikrofone ausreichen?
Die tatsächliche Audioqualität entsteht aus mehreren Faktoren gleichzeitig. Gerade bei einer hybriden Konferenzkamera sollte deshalb nicht nur die Mikrofonzahl betrachtet werden.
Abstand zum Gerät
Mit zunehmender Entfernung sinkt der Anteil des direkten Sprachsignals gegenüber Nachhall und Hintergrundgeräuschen. Deshalb ist der weiteste Sitzplatz häufig aussagekräftiger als die Quadratmeterzahl des Raums.
Sitzordnung
Kompakte Tischformen begünstigen eine zentrale Aufnahme. Lange Tafeln, U-Formen oder mehrere getrennte Tischgruppen erzeugen dagegen größere Unterschiede in Distanz und Sprechrichtung.
Position der 360°-Kamera
Eine zentrale Tischposition ist für Rundtischgespräche häufig günstig. Steht das Gerät jedoch am Rand, hinter einem Laptop oder direkt neben einer lauten Geräuschquelle, kann selbst ein leistungsfähiges Mikrofonarray schlechter arbeiten.
Raumakustik
Glas, Beton, große Fenster und andere harte Flächen erhöhen häufig den Nachhall. Teppiche, Akustikdecken, Vorhänge oder gepolsterte Möbel können dagegen helfen, Sprache direkter wirken zu lassen.
Hintergrundgeräusche
Klimaanlage, Lüfter, Projektoren, Tastaturen oder Gespräche außerhalb des Raums erhöhen den Aufwand für die Signalverarbeitung. Geräuschunterdrückung kann helfen, ersetzt aber keine sinnvolle Geräteposition und keine grundlegende Raumakustik.
Sprechrichtung
Menschen sprechen im Meeting nicht dauerhaft zum Gerät. Sie wenden sich dem Whiteboard, Kollegen oder Unterlagen zu. Gerade deshalb ist für eine Konferenzkamera 360 eine gleichmäßige Erfassung aus mehreren Richtungen wichtiger als eine gute Messung nur aus einer idealen Frontalposition.
Mikrofonreichweite: Warum die Meterangabe allein nicht reicht
Eine Herstellerangabe wie 5,5 m oder 16 m ist hilfreich für die Planung, beantwortet aber nicht automatisch die wichtigste Frage: Wie verständlich klingt ein realer Sprecher am schwierigsten Sitzplatz?
Es gibt einen Unterschied zwischen:
- Das Mikrofon kann eine Stimme aus einer bestimmten Entfernung erfassen.
- Die Remote-Seite versteht diese Stimme dauerhaft klar, natürlich und ohne Anstrengung.
Ein Mikrofon kann eine Stimme technisch aufnehmen, während Hall, Klimaanlage oder andere Sprecher die Verständlichkeit verschlechtern. Auch die Sprechlautstärke spielt eine Rolle. Eine Person mit kräftiger Stimme kann aus größerer Entfernung gut ankommen, während eine leise sprechende Person am gleichen Platz schwächer wirkt.
Bei der Nearity 360 Alien sollte die spezifizierte 5,5-m-Reichweite des Grundgeräts deshalb als Ausgangspunkt verstanden werden. Dasselbe gilt für die Erweiterung auf bis zu 16 m mit Zusatzmikrofonen. Entscheidend bleibt, ob die reale Tischform und Raumakustik innerhalb dieser Konfiguration zuverlässig funktionieren.
Die wichtigste Praxisregel lautet: Testen Sie nicht den bequemsten, sondern den akustisch schwierigsten Sitzplatz.
Konferenzkamera für große Räume: Wann braucht die 360 Alien Erweiterungsmikrofone?
Bei einer Konferenzkamera für große Räume ist nicht automatisch ein separates Audiosystem notwendig. Wenn die 360°-Videoposition bereits gut funktioniert, kann eine gezielte Audioerweiterung sinnvoller sein.
Erweiterungsmikrofone werden besonders interessant, wenn:
- der Konferenztisch deutlich länger wird,
- einzelne Teilnehmer außerhalb der komfortablen Grundabdeckung sitzen,
- U-förmige oder verteilte Sitzordnungen verwendet werden,
- Teilnehmer regelmäßig vom Whiteboard oder aus dem hinteren Raum sprechen,
die Videokamera zentral bleiben soll, die Audioabdeckung aber weiter wachsen muss.

Für die 360 Alien bedeutet das: Das Grundgerät bleibt die zentrale Video- und Audioeinheit, während ein oder zwei Erweiterungsmikrofone zusätzliche Aufnahmepunkte entlang des Tisches schaffen.
Das ist gerade dann interessant, wenn die Videoabdeckung bereits überzeugt. Eine neue Kamera nur wegen einzelner akustisch schwacher Plätze wäre unnötig, wenn sich der Engpass durch Erweiterungsmikrofone gezielter lösen lässt.
Wer zusätzlich Kameraposition, Sichtfeld und Raumgröße vergleichen möchte, kann die Audioentscheidung mit dem Beitrag Konferenzkamera für große Räume abgleichen.
Grundgerät, Erweiterungsmikrofone oder separates Audiosystem?
Die zentrale Entscheidung lässt sich auf drei Konfigurationen reduzieren. Sie unterscheiden sich weniger darin, welche Lösung „besser“ ist, sondern darin, wie viel Audioflexibilität der Raum benötigt.
| Setup | Sinnvoll wenn | Vorteil | Grenze |
|---|---|---|---|
| 360° Konferenzkamera mit integriertem Mikrofon | Teilnehmer kompakt rund um das Gerät sitzen | Einfaches Setup, wenig Verkabelung | Reichweite bleibt an die zentrale Geräteposition gebunden |
| 360° Kamera + Erweiterungsmikrofone | einzelne Plätze weiter entfernt sind oder der Tisch länger wird | Audio lässt sich skalieren, ohne die Kamera zu ersetzen | Erweiterung folgt weiterhin dem Grundsystem |
| 360° Kamera + separates Audiosystem | Mikrofone unabhängig von der Kamera verteilt werden müssen | Höchste Flexibilität bei komplexen Räumen | Mehr Planung, Komponenten und Wartung |
1. Nearity 360 Alien als Grundgerät
Das Grundgerät ist die sinnvollste Ausgangskonfiguration, wenn alle Teilnehmer innerhalb einer kompakten Zone sitzen und der zentrale Gerätestandort für Bild und Ton funktioniert.
Die Vorteile liegen in der Einfachheit: Kamera, Mikrofone und Lautsprecher werden als ein System genutzt. Für standardisierte Besprechungsräume reduziert das den Verkabelungs- und Bedienaufwand.
2. 360 Alien plus Erweiterungsmikrofone
Diese Variante ist sinnvoll, wenn die Kamera visuell bereits gut zum Raum passt, aber einzelne Plätze akustisch abfallen. Die Audioabdeckung kann dann dort erweitert werden, wo tatsächlich zusätzlicher Bedarf besteht.
Gerade bei langen Tischen ist das häufig effizienter als der Wechsel zu einem komplett anderen Konferenzsystem.
3. 360 Alien plus separates Audiosystem
Ein separates Audiosystem wird relevant, wenn Mikrofone und Lautsprecher unabhängig von der Kameraposition geplant werden müssen. Typische Beispiele sind große Boardrooms, mehrere getrennte Sitzgruppen oder Räume mit dauerhaft anspruchsvoller Akustik.
Diese Lösung bietet mehr Freiheit, erhöht aber zugleich den Integrations- und Wartungsaufwand.
Damit bleibt die Kernfrage: Reicht die skalierbare Audioarchitektur der 360 Alien für den Raum, oder muss Audio vollständig unabhängig von der Kamera geplant werden?
Nearity 360 Alien: Warum die Audioerweiterung zum 360°-Konzept passt
Die Nearity 360 Alien ist nicht nur eine Kamera mit zusätzlichem Mikrofon. Ihr Produktkonzept verbindet eine zentrale 360°-Videoposition mit einem integrierten Audiosystem, das bei Bedarf erweitert werden kann.
Das Grundgerät kombiniert:
- vier True-4K-Kameras für 360°-Video,
- sechs omnidirektionale MEMS-Mikrofone,
- 5,5 m spezifizierte Aufnahme-Reichweite,
- Beamforming,
- ProperClean 2.0 Geräuschverarbeitung,
- Echounterdrückung und Vollduplex-Audio,
- AI Speaker Tracking und Auto Framing,
- USB Plug & Play sowie optionalen Wireless Dongle,
- Kompatibilität mit Microsoft Teams, Zoom, Google Meet und Webex.
Für längere Räume können bis zu zwei Erweiterungsmikrofone ergänzt werden. Laut Hersteller lässt sich die Audioabdeckung damit auf bis zu 16 m erweitern.
Der wichtige Punkt ist nicht, dass möglichst viel Zubehör eingesetzt wird. Im Gegenteil: Die einfachste Konfiguration, die jeden Sitzplatz zuverlässig abdeckt, ist in der Praxis meist die sinnvollste. Deshalb sollte ein Raum zuerst mit dem Grundgerät getestet und nur bei Bedarf erweitert werden.
Diese Skalierbarkeit passt zur 360°-Bauform: Die zentrale Kamera kann an ihrer günstigen Position auf dem Tisch bleiben, während Audio entlang eines längeren Tisches zusätzliche Aufnahmepunkte erhält.
Wie testet man eine Konferenzkamera mit Mikrofon im eigenen Raum?
Ein Konferenzkamera mit Mikrofon Test sollte nicht nur in einem Showroom oder mit einer einzelnen Person durchgeführt werden. Entscheidend ist das Verhalten im tatsächlichen Raum mit normaler Sprechlautstärke, realer Sitzordnung und der Meeting-Plattform, die später genutzt wird.
Schritt 1: Mit dem Grundgerät beginnen
Testen Sie die 360 Alien zunächst ohne Erweiterungsmikrofone. So erkennen Sie, ob zusätzliche Hardware überhaupt notwendig ist.
Schritt 2: Den entferntesten Sitzplatz testen
Lassen Sie eine Person am weitesten entfernten oder akustisch ungünstigsten Platz mit normaler Stimme sprechen. Dieser Sitzplatz zeigt meist zuerst, ob die integrierte Abdeckung ausreicht.
Schritt 3: Unterschiedliche Sprechrichtungen prüfen
Die Teilnehmer sollten nicht nur direkt zum Gerät sprechen. Testen Sie Beiträge:
- zum Gegenüber,
- seitlich zum Kollegen,
- zum Whiteboard,
- während Unterlagen oder ein Laptop auf dem Tisch liegen.
Schritt 4: Typische Bürogeräusche einbeziehen
Wiederholen Sie den Test mit Lüftung, Tastaturgeräuschen oder anderen normalen Hintergrundgeräuschen. Ein Raumtest nur unter idealer Stille ist wenig aussagekräftig.
Schritt 5: Die Remote-Seite entscheiden lassen
Die wichtigste Referenz ist der zugeschaltete Teilnehmer. Lassen Sie jeden Sitzplatz nach drei Kriterien beurteilen:
- Verständlichkeit,
- Lautstärkekonstanz,
- Natürlichkeit.
Schritt 6: Erst die Position optimieren, dann erweitern
Wenn einzelne Plätze schwächer sind, verändern Sie zunächst die Geräteposition. Erst wenn die zentrale Position bereits sinnvoll gewählt ist und der Engpass bestehen bleibt, sollten Erweiterungsmikrofone ergänzt werden.
Schritt 7: Die geplante Verbindung und Plattform testen
Nutzen Sie im Test die spätere Meeting-Plattform und die geplante Verbindung. Wenn USB vorgesehen ist, testen Sie USB. Wenn der optionale Wireless Dongle genutzt werden soll, sollte auch diese Verbindung im realen Raum geprüft werden.
Welche Alternative ist sinnvoll, wenn die 360 Alien nicht genug Audioflexibilität bietet?
Ein produktzentrierter Vergleich sollte auch die Grenzen der Lösung berücksichtigen. Eine erweiterbare 360°-Konferenzkamera ist besonders sinnvoll, wenn die Kamera zentral am Tisch bleiben kann und die Audioabdeckung entlang des gleichen Raums wachsen soll.
Ein separates Speakerphone oder ein modulares AV-System kann dagegen die bessere Alternative sein, wenn:
- Mikrofone an mehreren unabhängigen Positionen benötigt werden,
- Deckenmikrofone geplant sind,
- mehrere getrennte Tischinseln versorgt werden müssen,
- Lautsprecher unabhängig von der Kamera angeordnet werden sollen,
- DSP, Raumsteuerung oder komplexe AV-Integration erforderlich sind.
Der Vorteil eines modularen Systems ist die maximale Freiheit. Der Nachteil ist der höhere Planungs-, Verkabelungs- und Wartungsaufwand.
Für Unternehmen, die dagegen eine zentrale 360° Konferenzkamera mit Mikrofon und Lautsprecher einsetzen und nur bei wachsendem Tisch oder größerem Raum zusätzliche Audioabdeckung benötigen, ist ein erweiterbares System wie die 360 Alien konzeptionell einfacher.
Häufige Fragen zur Konferenzkamera mit Mikrofon
Was brauche ich für eine Videokonferenz im Besprechungsraum?
Benötigt werden Bild, Sprachaufnahme, Audiowiedergabe, ein Display, ein Rechner oder Raumgerät und eine Meeting-Plattform. Eine All-in-One-Konferenzkamera kann Kamera, Mikrofone und Lautsprecher in einem Gerät bündeln und dadurch den Aufbau vereinfachen.
Welche Kamera eignet sich für Videokonferenzen?
Das hängt von Raumform und Meetingformat ab. Bei frontaler Bestuhlung kann eine Weitwinkelkamera oder Videobar passen. Bei Gesprächsrunden, in denen Teilnehmer aus mehreren Richtungen sprechen und gesehen werden sollen, ist eine zentral platzierte 360°-Konferenzkamera oft besser auf diese Situation abgestimmt.
Was ist ein Videokonferenzgerät?
Ein Videokonferenzgerät stellt je nach Bauform Kamera, Mikrofon, Lautsprecher oder mehrere dieser Funktionen für Online-Meetings bereit. All-in-One-Systeme kombinieren mehrere Komponenten, während modulare Lösungen Video und Audio getrennt planen.
Welche Konferenzsysteme gibt es?
Typisch sind All-in-One-Konferenzkameras, Videobars, 360°-Tischkameras, Systeme mit Erweiterungsmikrofonen, Kombinationen aus Kamera und Speakerphone sowie modulare AV-Lösungen mit separat positionierten Mikrofonen und Lautsprechern.
Muss eine Konferenzkamera einen integrierten Lautsprecher haben?
Nein. Ein integrierter Lautsprecher vereinfacht das Setup, ist aber nicht zwingend. In größeren oder akustisch komplexen Räumen kann ein separates Audiosystem sinnvoller sein, weil Lautsprecher und Mikrofone unabhängig von der Kameraposition geplant werden können.
Welche Audiokonfiguration passt zur Nearity 360 Alien?
Für die Nearity 360 Alien lässt sich die Entscheidung auf drei Schritte reduzieren.
Das Grundgerät reicht aus, wenn alle relevanten Sitzplätze rund um die zentrale Kamera klar übertragen werden und der entfernteste Platz im Raumtest überzeugt.
Erweiterungsmikrofone sind sinnvoll, wenn die 360°-Videoposition gut funktioniert, aber einzelne Plätze wegen größerer Entfernung, Tischlänge oder Sitzordnung akustisch abfallen. Bis zu zwei Erweiterungsmikrofone können die spezifizierte Audioabdeckung auf bis zu 16 m ausbauen.
Ein separates Audiosystem ist sinnvoll, wenn Mikrofone vollständig unabhängig von der Kameraposition verteilt werden müssen oder der Raum eine komplexere AV-Planung verlangt.
Damit bleibt die 360 Alien im Mittelpunkt der Entscheidung: nicht als Lösung für jeden denkbaren Raum, sondern als skalierbare 360°-Konferenzkamera, deren Audio vom integrierten 6-Mikrofon-Array bis zur erweiterten Mikrofonkonfiguration mitwachsen kann.
Wer prüfen möchte, welche Konfiguration zum eigenen Besprechungsraum passt, kann sich die Funktionen und verfügbaren Sets der Nearity 360 Alien im Detail ansehen.













































